
In der Laminierlinie ist Wärme kein „Hintergrundfaktor“ – sie ist vielmehr das entscheidende Element dafür, ob der Klebstoff richtig aushärtet oder ob die fertigen Produkte mit Mängeln wie Rissen oder Unebenheiten ausgeliefert werden. Untergehärtete Schichten führen zu Problemen bei der weiteren Verarbeitung. Zu stark erhitztes Glas weist optische Verzerrungen auf und kann aufgrund von thermischem Stress splittern. Das Heizmodul muss daher immer eine konstante Energiemenge liefern – ohne Ausnahmen.
Wir nutzen für die Aushärtung des laminierten Glases Mittelwellen-Infrarotstrahler. Sie bringen die Wärme schnell an die Schichten heran – dabei geht weniger Energie verloren. Dadurch wird die Aushärtungszeit verkürzt und die Temperaturgleichmäßigkeit verbessert.
Die Leistung des Heizmoduls wird auf die Anforderungen der Linie abgestimmt – typischerweise 1,5–3,0 kW pro Modul. Es stehen auch Optionen mit 240/400 V zur Verfügung. Zudem hat das Modul eine kompakte Bauform, sodass es problemlos in Standard-Laminierpressen eingebaut werden kann. Die Steuerung ist einfach: Durch Rückkopplung über Thermokupolen sowie einstellbare Leistungen kann man den Aushärtungsprozess genau kontrollieren – nicht nur basierend auf den Werten des Heizers.
Deshalb eignet sich dieses System hervorragend für die Laminierung mit EVA-, SGP- und PVB-Schichten. Es wird eine gleichmäßige Verteilung der Wärme benötigt, ohne dass der Polymer beschädigt oder das Glas verzogen wird. Mittelwellenwärme liefert eine gleichmäßige Energiemenge schnell – dadurch kann die Bearbeitungsdauer verkürzt werden, ohne dass es zu Problemen kommt.
Der Energieverbrauch sinkt, da der Strahler nur dann heizt, wenn es nötig ist, und zwischen den Zyklen schnell abkühlt. Im Vergleich zu langsameren, konvektionsbasierten Methoden bedeutet das weniger Ausschuss und weniger Nachbearbeitung – sowie einen stabileren Arbeitsrhythmus.
Bei der Installation ist es wichtig, dass alles genau ausgerichtet ist – typischerweise ±2 mm am Befestigungspunkt. Zudem muss darauf geachtet werden, dass nichts mit den beweglichen Platten in Berührung kommt.
Infrarotstrahler benötigen eine saubere, reflektierende Umgebung sowie eine stabile Spannung. Wenn die Stromversorgung schwankt, ändert sich die Qualität der Aushärtung. Eine regulierte Stromversorgung oder ein separates Stromkreis ist daher unerlässlich.